News 2009

Karl Storz Telemedizinpreis 2009 vergeben

05.11.2009, Berlin

Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e.V. (DGTelemed) hat zum dritten Mal den mit 5.000 Euro dotierten Karl Storz Telemedizinpreis ausgeschrieben und nach einer spannenden Sitzung durch die von der DGTelemed berufenen unabhängigen Jury am 26.10.2009 die Gewinner ermittelt. Um die Intention des Preises – Erfindergeist schafft Fortschritt – noch stärker zu betonen, trägt der Preis seit 2008 zusätzlich den Namen von Dr. med. h. c. Karl Storz (1911 - 1996), ein Erfinder und Pionier im Bereich der Endoskopie. Das gleichnamige Unternehmen KARL STORZ  ist heute führend im Bereich des integrierten OP-Systems OR1TM und setzt Maßstäbe bei telemedizinischen Entwicklungen. Der durch das Unternehmen KARL STORZ unterstützte Telemedizinpreis erfährt in diesem Jahr folgende Neuerung: es gibt zwei Preisträger mit differenzierter Begründung.
Die Jury hatte 12 interessante Projektarbeiten zu bewerten, die aus 6 deutschen Bundesländern, sowie Österreich und Italien eingereicht wurden. So konnten die Jurymitglieder konstatieren, dass alle eingereichten Arbeiten dem Anspruch an Innovation grundsätzlich gerecht wurden, jedoch im Detail unterschiedliche Schwerpunkte, Anwendungsbereiche und Ergebnisse aufweisen. Gewinner des Telemedizinpreises ist das Projekt zur integrierten Schlaganfallversorgung in Süd-Ost Bayern (TEMPiS), incl. ökonomischer Evaluation, der Innovationspreis geht an das Traumanetzwerk NordWest (TNNW) aus Münster, NRW. „Beide Projekte zeigen in sehr eindrucksvoller Art und Weise die Vorteile und Chancen der Telemedizin, wenn es darum geht, zeitkritische Situationen in der Akutversorgung von Patienten in ländlichen Regionen zu überwinden“, so Prof. Dr. Hans W. Höpp von der Universitätsklinik Köln, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der DGTelemed in der Diskussion während der Jurysitzung. Zwei Kriterien wurden in diesem Jahr besonders gewürdigt: Telemedizin mit strukturimplementierter realisierter Regelversorgung und Nachhaltigkeit, einschließlich vorliegender evidenzbasierter Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sowie Innovation im Bereich der Projektentwicklung.