News 2010

Ärzteschaft begrüßt Möglichkeiten der Telemedizin

26.08.2010, Berlin

Ärzteschaft begrüßt Möglichkeiten der Telemedizin
Pressekonferenz
(v.l.) Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Ärztekammer Hamburg; Dr. Franz-Joseph Bartmann, Vorsitzender des Telematik-Ausschusses der Bundesärztekammer; Prof. Dr. Heinrich Audebert, Ärztlicher Leiter Neurologie am Campus Benjamin Franklin, Charité Universitätsmedizin Berlin

Die Bundesärztekammer stellte in einer gut besuchten Pressekonferenz in Berlin eine Studie zur Akzeptanz von Telematik und Telemedizin in der Ärzteschaft vor. Danach gehen 87 Prozent der Ärzte davon aus, dass die Telemedizin weiter an Bedeutung gewinnen wird. 73 Prozent der Ärzteschaft sind von den Vorteilen moderner Kommunikation in der Medizin überzeugt. „Der Erfolg der Telemedizin kann nicht mehr in Frage gestellt werden“, so Dr. Franz-Joseph Bartmann, Vorsitzender des Telematik-Ausschusses der Bundesärztekammer. Es sei im Interesse der Patienten, dass die Informationstechnik in den Praxen „über das Niveau eines Faxes hinausgehe“. Das Allensbach Institut befragte für die Studie im Auftrag der Bundesärztekammer 598 niedergelassene Mediziner und Klinikärzte. Während 76 Prozent der Befragten die elektronische Speicherung von Notfalldaten auf der Gesundheitskarte und 67 Prozent den elektronischen Arztbrief befürworten, sprechen sich für das elektronische Rezept nur 37 Prozent aus. Die elektronische Patientenakte sehen immerhin 60 Prozent der Ärzte positiv. Zentrales Ergebnis der Studie ist, dass die große Mehrheit der Ärzte davon ausgeht, dass sowohl die Telematik als auch die Telemedizin im Gesundheitswesen generell an Bedeutung gewinnen werde. Jeweils rund die Hälfte, 56 % bzw. 47 %, rechnet sogar mit einem starken Bedeutungszuwachs. 64 % der Befragten Ärzte erwarten eine zunehmende Rolle telemedizinischer Verfahren und Anwendungen. Die DGTelemed begrüßt diese Initiative der Bundesärztekammer und sieht im Ergebnis einen weiteren Schritt zum Erfolg von Telemedizin. Prof. Dr. Heinrich Audebert, Ärztlicher Leiter Neurologie am Campus Benjamin Franklin, Charité Universitätsmedizin Berlin und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der DGTelemed erläuterte im verlaufe der Pressekonferenz die wichtigsten Ergebnisse des Projektes TEMPiS und konnte so eine wichtige und anerkannte telemedizinische Anwendung in der Schlaganfallversorgung präsentieren.
Weitere Informationen: www.baek.de/downloads/eHealth_Bericht_lang_final.pdf