News 2011

Telemedizin in Rheinland-Pfalz

03.01.2011, Koblenz, Berlin

Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering hat der Medizinischen Videobeobachtung GmbH (MVB) in Koblenz im Rahmen der Initiative Gesundheitswirtschaft unter anderem für den Aufbau eines bundesweit einmaligen Telemedizinregisters 196.855 Euro bewilligt. Das Projekt „Videounterstützte Telemedizin für Parkinson-Patienten“, eine ambulante videounterstützte Parkinson-Therapie, ist eine innovative Behandlungsform, bei der eine medikamentöse Neueinstellung bei Morbus Parkinson alternativ zu einem mehrwöchigen Klinikaufenthalt mittels Videodokumentation in der häuslichen Umgebung durchgeführt wird. Das Projekt „Videounterstützte Telemedizin für Parkinsonpatienten“ stammt aus dem Ideenwettbewerb der Initiative Gesundheitswirtschaft und wird gemeinsam mit acht Projektpartnern in den kommenden zwei Jahren umgesetzt.
Mit der Einführung des „Telemedizinregisters Rheinland-Pfalz“ am IT-Standort Koblenz wird eine in Deutschland bislang einzigartige Plattform geschaffen, die eine Grundlage und einen erheblichen Wettbewerbsvorteil für das Land zur erfolgreichen Einführung von Telemedizin darstellt. Derzeit leiden in Rheinland-Pfalz 20.000 Menschen unter dem Krankheitsbild Morbus Parkinson. Bis 2030 wird sich die Zahl der Betroffenen laut Experten verdoppeln. Ziel der ambulanten videounterstützten Parkinson-Therapie ist die Verlagerung einer stationären Therapie in den ambulanten Bereich. Für ein Flächenland wie Rheinland-Pfalz mit Blick auf Sicherstellung der medizinischen Leistungen ist das insbesondere im ländlichen Raum ein wichtiger und kostenrelevanter Faktor. Das Projektvorhaben „Videounterstützte Telemedizin für Parkinson-Patienten“ wird in Zusammenarbeit der Medizinischen Videobeobachtung (MVB) und den Projektpartnern Katholische Kliniken Koblenz, Klinikum Idar-Oberstein, Kamillus Klinik Asbach, Universität Koblenz-Landau, Ökumenische Sozialstation Bendorf-Vallendar e.V, Deutsche Parkinson Vereinigung, Caritasverband, TÜV Rheinland Cert GmbH umgesetzt. Der Geschäftsführer der MVB, Alexander Rzesnitzek engagiert sich seit Jahren für eine flächendeckende Anwendung dieser Therapie, er ist seit 2007 Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin.
Quelle: Frankfurt live.com, Pressemeldung vom 03.01.2011
Weitere Informationen unter: www.gesundheitswirtschaft.rlp.de