News 2011

Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie in Berlin

01.04.2011, Berlin

FTD-Konferenz Gesundheitswirtschaft
(v.l.) Prof. Dr. med. Michael Knauth, Vizepräsident der DGNR, Direktor der Abteilung Neuroradiologie, Universitätsmedizin Göttingen; Prof. Dr. med. Roland Brüning, Chefarzt des Röntgeninstituts, Asklepios Klinik Barmbek, Hamburg; Prof. Dr. med. Olav Jansen, Präsident der DGNR, Direktor des Instituts für Neuroradiologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel; Silke Stark, Pressesprecherin DGNR; Prof. Dr. med. Rüdiger von Kummer, Direktor der Abteilung Neuroradiologie sowie des Dresdner UniversitätsSchlaganfallCentrums (DUSC), Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

 

Ein Schlaganfall ist immer ein Notfall - es zählt jede Minute. „Behinderung und Tod lassen sich nur verhindern, wenn wir in den ersten Stunden nach Auftreten der Symptome mit der Behandlung beginnen. In ländlichen Regionen mit weiten Wegen zum nächsten Schlaganfallzentrum ist eine schnelle Diagnosestellung und Therapie oftmals schwer umzusetzen“, erklärte Professor Dr. med. Rüdiger von Kummer, Direktor der Abteilung Neuroradiologie am Universitätsklinikum Dresden sowie des Dresdner Universitäts-Schlaganfall-Centrums (DUSC) vor Journalisten in Berlin. Eine telemedizinische Anbindung kleiner regionaler Krankenhäuser an große Zentren mit Schlaganfallspezialisten kann die Versorgungssituation verbessern. So versorgt zum Beispiel das Dresdner Universitäts-Schlaganfall-Centrum mit dem Schlaganfallnetz Ostsachsen (SOS-NET) 1,7 Millionen Menschen. Es bietet kooperierenden Kliniken eine telemedizinische Beratung für Schlaganfallpatienten an. Spezialisierte Neurologen stehen rund um die Uhr bereit, um Telekonsultationen mit Hilfe einer Videoverbindung durchzuführen. Der Neuroradiologie am Universitätsklinikum Dresden fällt dabei die Aufgabe zu, die Neurologen des SOS-Netzes in der Interpretation der CT- und MRT-Aufnahmen auszubilden und zu überwachen. Patienten, bei denen eine aufwendige Diagnostik oder akute Eingriffe an den hirnversorgenden Arterien notwendig sind, werden in das Universitätsklinikum verlegt. „Das erste Telemedizinprojekt dieser Art - TEMPIS in Bayern - hat klar gezeigt, dass durch diese elektronisch vernetzte Versorgung weniger Menschen infolge eines Schlaganfalls behindert bleiben oder sterben“, erklärt von Kummer.
Quelle: PM DGNR vom 31.03.2011