News 2011

Wissenschaftliche Dienste des Bundestages empfehlen Telemedizin-Einsatz

12.05.2011, Berlin

"Anwendungen der Telemedizin vermögen entscheidende Beiträge zur Lösung der demografischen Herausforderungen zu leisten", so die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages in einer aktuellen Veröffentlichung. Mit Hilfe der Telemedizin können neue Formen einer nachhaltigen Betreuung von Patienten erschlossen und ein breiterer Zugang zur medizinischen Expertise insbesondere auch in ländlichen Regionen eröffnet werden, lautet das Fazit der Wissenschaftlicher. Telemedizin macht es möglich, sowohl die allgemeine als auch die regionale Standortqualität medizinischer Dienstleister nachhaltig zu verbessern. In der Dokumentation wird aber auch darauf hingewiesen, dass das deutsche Gesundheitswesen durch eine hohe Komplexität und vielfältige, heterogene Zuständigkeiten geprägt sei und dadurch die Verwirklichung von Großvorhaben wie etwa die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte erschwert würden. "Solche Vorhaben sind jedoch erforderlich, will man zum Beispiel Diskrepanzen und Systemunterschiede zwischen verschiedenen Dokumentationsformen vermeiden, eine harmonisierte Interoperabilität zwischen verschiedenen Techniken der Kommunikation und Speicherung erreichen oder aber die Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung und den weiteren Sektoren im Gesundheitswesen überwinden", heißt es in dem Papier. Daher sei ein breiter Maßnahmenkatalog erforderlich, der von der Implementierung einer spezifisch konzipierten Telematikplattform bis hin zu einer intensivierten Aufklärungsarbeit im Bereich des Arzt-Patienten-Verhältnisses reicht. Die vollständige Fassung der Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages zum Thema Telemedizin finden Sie hier.
Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages unterstützen die Abgeordneten bei ihrer politischen Arbeit in Parlament und Wahlkreis durch Fachinformationen, Analysen und gutachterliche Stellungnahmen.
Quelle: News E-HEALTH-COM