News 2011

Konferenz zum Versorgungsgesetz

14.09.2011, Berlin

Die Verbesserung der bedarfsorientierten Versorgung ist eine Zielsetzung des jetzt vom Bundesgesundheitsministerium vorgelegten „Versorgungsstrukturgesetz“. Damit soll auch der Wettbewerb zwischen stationärem und ambulantem Bereich gestärkt werden. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen standen im Mittelpunkt einer zweitägigen Konferenz, die am 12. und 13. September im Berliner Kempinski Hotel Bristol stattgefunden hat. Vertreter der Gesundheitsbranche diskutierten mit Experten des Gesundheitswesens aktuelle Themen der Gesundheitsversorgung. Nach einer einführenden Podiumsdiskussion zu den wichtigsten Inhalten des Gesetzentwurfes folgten - moderiert von Dr. Thomas Bohle aus der Berliner Kanzlei Dierks + Bohle Rechtsanwälte - interessante Vorträge zum Thema. So erläuterte Dr. Rainer Hess, unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) die mit dem Gesetz vorgesehenen neuen Befugnisse des G-BA, die künftige sektorenübergreifende Ausrichtung und neue Möglichkeiten der Methodenbewertung. Insbesondere die vorgesehene Erprobung neuer Methoden, die noch nicht ausreichend evaluiert sind lässt hoffen, dass künftig Innovationen schneller im medizinischen Alltag ankommen. Erstmals ist Telemedizin auch in einem Versorgungsgesetz enthalten. Dr. Bartmann, Vorsitzender des Ausschusses Telematik der Bundesärztekammer stellte Telemedizin als Instrument für bessere Versorgungsqualität dar. Wichtig auch die Erkenntnis, dass die Ärzteschaft die künftige Bedeutung von Telemedizin erkennt und eine klare Positionierung einnimmt. Zahlreiche weitere interessante und spannenden Vorträge rundeten eine gelungene Konferenz ab, die von der Conference Company EUROFORUM veranstaltet wurde.