News 2012

Preisgeld für Denkmal in Berlin

29.10.2012, Berlin

Preisgeld für Denkmal in Berlin
v.l. Prof. Dr. med. Friedrich Köhler, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Dr. Gerda Fabert, Charité - Universitätsmedizin Berlin und Prof. Dr. Hans-Jochen Brauns, Vorstandsvorsitzender DGTelemed

Anlässlich des 110. Jahrestages der Antrittsvorlesung von Professor Friedrich Kraus, Direktor der II. Medizinischen Klinik der Charité vom 1902 -1927, ehrte die Medizinische Fakultät einen der Wegbereiter der Funktionsdiagnostik in der Inneren Medizin.
Am 29. Oktober 2012 wurde die Wiederaufstellung des restaurierten Friedrich Kraus - Denkmals am alten Standort vor dem Gebäude der Medizinischen Kliniken am Campus Charité Mitte , Virchowweg 11, feierlich begangen. Im Anschluss widmete sich die „Grand Round“ als klinikübergreifende Fortbildungsveranstaltung der Medizinischen Kliniken der Charité dem Wirken von Professor Friedrich Kraus. Der Österreicher Friedrich Kraus (1858-1936) gilt als der Wegbereiter der modernen Herz-Kreislauf-Diagnostik in der Inneren Medizin. Zu den Diagnoseverfahren, die Kraus und seine Schüler in die klinische Praxis einführten, gehörten beispielsweise die Röntgendiagnostik und die Elektrokardiographie.

Daneben befasste sich Kraus mit philosophisch-psychologischen Aspekten der Medizin. Als Vertreter einer »ganzheitlichen« Therapie entwickelte er im frühen 20. Jahrhundert eine konstitutionsmedizinische Auffassung von Krankheit und Gesundheit mit und prägte damit auch seine Mitarbeiter, darunter Theodor Brugsch (Direktor der II. Medizinischen Klinik 1945 bis 1957) und Rahel Hirsch. Während seiner 25-jährigen Amtszeit als Direktor der II. Medizinischen Klinik der Charité (1902-1927) wurde das Haus zu einer der modernsten Kliniken für Inneren Medizin mit Forschungs- und Lehrbetrieb von internationalem Rang.

Das vom Berliner Bildhauer Hugo Lederer (1871-1940) geschaffene Denkmal wurde zur Abschiedsfeier für Professor Friedrich Kraus im März 1927 errichtet. Den Zweiten Weltkrieg hatte das Denkmal nahezu unbeschädigt überstanden.  Wegen der Bauarbeiten war das Denkmal eingelagert und im Jahre 1990 wurde die Büste von ihrem Sockel entfernt und gestohlen.  Jahre später fand sich die stark beschädigte Büste zufällig wieder an.

Die Wiederaufstellung des Denkmals wurde unterstützt durch die Konsortialpartner des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BWWi) geförderten telemedizinischen Forschungs- und Entwicklungsprojektes „Partnership for the Heart“ (2005-2011), die am 03.11.2011 den Karl Storz Telemedizinpreis erhielten.

Weitere Informationen: www.charite.de/charite/organisation/geschichte/fuehrungen/