News 2013

Telemedizin als EBM-Leistung?

05.05.2013, Berlin

Mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz, das am 1. Januar 2012 in Kraft getreten ist, sollten Weichenstellungen in Versorgungsstrukturen erfolgen, damit das Gesundheitswesen in Deutschland auch in Zukunft allen Menschen eine hochwertige, bedarfsgerechte, wohnortnahe medizinische Versorgung gewährleisten kann. Das Ziel einer flächendeckenden, wohnortnahen medizinischen Versorgung soll unter anderem auch durch den Ausbau der Telemedizin erreicht werden. Telemedizin soll vor allem für ländliche Bereiche ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung werden. Im § 87 wurde festgelegt, dass der Bewertungsausschuss bis spätestens 31. Oktober 2012 prüft, in welchem Umfang ambulante telemedizinische Leistungen erbracht werden können. Auf dieser Grundlage sollte bis 31. März 2013 beschlossen werden, inwieweit der einheitliche Bewertungsmaßstab für ärztliche Leistungen anzupassen (EBM) ist. Dieser Termin ist zunächst ohne Verlautbarung verstrichen. Man darf gespannt sein, ob und wann Ergebnisse des gesetzlichen Prüf- und Änderungsauftrags der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Der EBM wird durch den Bewertungsausschuss beschlossen, der sich paritätisch aus Vertretern des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zusammensetzt.

Der Vorstand der DGTelemed hatte im Juli 2012 dem Bewertungsausschuss eine Übersicht über ambulante telemedizinische Dienstleistungen übergeben und empfohlen, eine Aufnahme dieser Leistungen in den EBM zu prüfen und zu veranlassen.