News 2013

Telemedizin im TV-Duell zur Bundestagswahl

02.09.2013, Berlin

Mit Bezug auf das GKV-Versorgungsstrukturgesetz betont die Bundeskanzlerin die Bedeutung von Telemedizin insbesondere für die Patientenversorgung im ländlichen Raum.

Eine für die Einordnung und Bedeutung telemedizinischer Entwicklungen  beachtenswerte Aussage war Gegenstand des gestrigen TV-Duells im Rahmen der bevorstehenden Bundestagswahl zwischen der Kanzlerin Angela Merkel/CDU und Spitzenkandidat der SPD Peer Steinbrück/SPD. „Ich glaube, dass wir insgesamt stolz sein können auf unser Gesundheitswesen. Und stolz sein können auf diejenigen, die im Gesundheitswesen arbeiten. Vor allem auf die Krankenschwestern. Und ähnliches gilt für die Pflege. Und trotzdem haben wir Probleme, z. B. mit der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum. Deshalb gibt es ein Gesetz, das die Versorgung mit Ärzten im ländlichen Raum verbessert. Wir müssen sehr stark darauf achten, dass die Telemedizin sich gut entwickelt…“, so die Kanzlerin zum Thema Gesundheitswesen.

Im Wahlprogramm der CDU und CSU heißt es übrigens zu diesem Thema: „Um die Versorgung in dünn besiedelten Gebieten sicherzustellen, setzen wir auch auf neue Lösungen wie den Ausbau von Telemedizin“. Im Wahlprogramm der SPD findet man die Absicht „Wir werden die integrierte Versorgung mit innovativen Mobilitäts- und Telemedizinkonzepten verknüpfen.“

Mit dem von der Bundeskanzlerin angesprochenen GKV-Versorgungsstrukturgesetz, welches am 01.01.2012 in Kraft getreten ist, sollen Weichenstellungen in Versorgungsstrukturen erfolgen, damit das Gesundheitswesen in Deutschland auch in Zukunft allen Menschen eine hochwertige, bedarfsgerechte, wohnortnahe medizinische Versorgung gewährleisten kann. Das Ziel einer flächendeckenden, wohnortnahen medizinischen Versorgung soll u. a. auch durch den Ausbau der Telemedizin erreicht werden. Telemedizin soll vor allem für ländliche Bereiche ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung werden.
Die DGTelemed unterstützt dieses Anliegen u. a. auch durch die Mitwirkung in der e-Health Initiative des BMG und weitere bundesweite Aktivitäten.