News 2013

Telemedizinstudie in Berlin vorgestellt

November, 2013

Telemedizin-Pressekonferenz
Podiumsdiskussion zur Vorstellung der Studie: v.l. Prof. Dr. Friedrich Köhler, Charité Berlin; Prof. Dr. Ulrich Schwantes, Hausärzteverband Brandenburg; Wolfgang Loos, DGTelemed, Moderation; Harald Möhlmann, AOK Nordost, Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, Barmer GEK; Prof. Dr. Ulrich Frei, Ärztlicher Direktor Charité Berlin

Insgesamt 1.500 Patienten sollen bis Ende 2014 in Berlin/Brandenburg an der bisher größten randomisierten Telemedizinstudie für Patienten mit Herzinsuffizienz teilnehmen. Das Riesenprojekt soll Klarheit über Nutzen und Kosten der Technologie bringen.
Der offizielle Startschuss für die Studie TIM-HF II ("Telemedical Interventional Management in Heart Failure II") fiel am Freitag, den 8. November, während der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin (DGTelemed).

„400 Hausarztpraxen in Berlin und Brandenburg sowie 60 niedergelassene Kardiologen sollen bis Ende 2014 insgesamt 1500 Patienten in die Studie einschreiben”, erläuterte Professor Dr. Friedrich Köhler von der Charité Berlin, der die Studie wissenschaftlich leitet.
Behandelt wird entweder konventionell oder aber mit Unterstützung durch ein telemedizinisches Service-Zentrum der Charité beziehungsweise der Kliniken in den Städten Brandenburg und Cottbus. Die Patienten übertragen je nach individueller Situation Blutdruck, Körpergewicht und Daten von kardialen Implantaten, außerdem bei Bedarf EKGs und auch die Sauerstoffsättigung. Für das komplette Messprogramm wird vom Industriepartner getemed ein Telemedizinkoffer zur Verfügung gestellt. Beteiligt sind außerdem unter anderem T-Systems, die AOK Nordost, die Barmer GEK, der Hausärzteverband Brandenburg und das Kardionetz Brandenburg.
(Quelle: ÄrzteZeitung, Philipp Grätzel von Grätz)