News 2018

bvitg e. V. veranstaltet politischen Abend zur elektronischen Patientenakte

Oktober 2018

Quelle: bvitg.de – Unter dem Motto „Die ePA kommt! Ist das deutsche Gesundheitswesen bereit?“ veranstaltete der Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. am 17. Oktober 2018 in Berlin im Haus der Botschaft der Republik Estland einen politischen Abend. Dabei diskutierten Akteure des Gesundheitswesens aktuelle Fragestellungen und Entwicklungen rund um die elektronische Patientenakte (ePA).

 

„Die Ausgestaltung der Einführung der elektronischen Patientenakte darf nicht ohne Wissenschaft und Industrie beschlossen werden. Ein Letter of Intent verteilt Aufgaben zwischen GKV-Spitzenverband, KBV, KZBV und berücksichtigt damit nicht alle Gruppen, die in der Versorgung und Forschung relevant sind. Um Innovation sicherzustellen, sollte der freie und faire Wettbewerb aller aktuellen und zukünftigen Aktenanbieter sichergestellt sein. Nur so hat der Patient eine echte Wahlfreiheit“, so Sebastian Zilch, Geschäftsführer des bvitg e. V. und Gastgeber des Abends. Die Einführung der ePA sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die eilt, bekräftigte er.

 

Dabei solle der Patient im Vordergrund stehen, ergänzte Dr. Gottfried Ludewig, Leiter der Abteilung „Digitalisierung und Innovation“ im Bundesministerium für Gesundheit (BMG). So müsse die ePA nicht im theoretischen, sondern im praktischen Leben der Patienten funktionieren. Ziel sei es, schnell zu Lösungen zu kommen und Verantwortlichkeiten klar zu verteilen, so Ludewig.

 

Estland bietet bereits seit 13 Jahren eine elektronische Patientenakte an. Der Vorsprung ist mit einer hohen Nachfrage und Nutzung digitaler Gesundheitsanwendungen erklärbar, aber auch mit der Transparenz bei der Verwendung von Personendaten und der Nutzung internationaler Standards.

 

In einer anschließenden Diskussionsrunde diskutierten Tino Sorge, MdB, Alexander Beyer (gematik), Nico Schwartze (AOK Nordost) und Univ.-Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA, Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care an der Uniklinik RWTH Aachen und Vorstandsvorsitzender der DGTelemed, die Umsetzung der ePA.

 

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Das auf Beschluss der 90. Konferenz der Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder (GMK) gegründete „Forum Elektronische Patientenakten“ (ePA-Forum) hat sich die Gestaltung der Rahmenbedingungen für die Einführung elektronischer Patientenakten sowie die bundesweite Koordination der verschiedenen Aktensysteme zum Ziel gesetzt. Es setzt sich aus einem breiten Spektrum an Akteurinnen und Akteuren des Gesundheitswesens zusammen, darunter telemedizinische Projekte, Vertreter von Kassen und Institutionen, der Industrie und Ärztenetzen sowie weitere Experten in beratender Funktion.

 

Im September dieses Jahres wurde vom ePA-Forum ein Katalog mit Anforderungen an einrichtungsübergreifende elektronische Patientenakten vorgestellt. Auf der Website des ePA-Forums finden Sie weitere Informationen zur Zielsetzung sowie Steckbriefe der derzeit 19 Projekte und Lösungen aus dem ePA-Forum.