News 2019

Flächendeckend Beauftragte für Patientensicherheit gefordert

13. Mai 2019

Quelle: aerztezeitung.de – Erstmals geht der Deutsche Preis für Patientensicherheit in die ambulante Versorgung. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) hat am Freitag die Berliner Hausärztin Dr. Irmgard Landgraf (Vorstandsmitglied bei der DGTelemed) ausgezeichnet. Landgraf arbeitet seit 18 Jahren über eine digitale Patientenakte mit einem Pflegeheim zusammen. In das Kommunikationsmodul der Akte können die Pflegekräfte zu jedem Zeitpunkt alle auffälligen gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Bewohner eintragen.

 

„Ich lese morgens und abends die Notizen und kann somit schnell und angemessen reagieren“, so Landgraf. Dabei sei der Effekt sowohl für Bewohner als auch Betreuer groß: In dem betreuten Heim habe sich der stationäre Behandlungsbedarf auf ein Viertel des üblichen Durchschnitts reduziert.

 

Die derzeitige Patientensicherheit betrachtet die Vorsitzende des Aktionsbündnisses Hedwig François-Kettner kritisch. So habe man jährlich mit rund 800.000 unerwünschten Ereignissen wie Medikationsfehler zu kämpfen. Rund 20.000 Patienten verlieren dadurch ihr Leben.

 

„Wir haben in Deutschland eine mangelhafte Sicherheitskultur. Wir sehen auch keine Änderungen bei den nosokomialen Infektionen in Krankenhäusern“, betonte François-Kettner. Dabei liege die Ursache zu 80 Prozent an mangelnder Kommunikation.

 

Daher fordert APS-Generalsekretär Hardy Müller in allen Einrichtungen der gesundheitlichen Versorgung die Einführung von Patientenbeauftragten.

 

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