News 2019

Psycho-Apps: DGPPN fordert evidenzbasierte Qualitätskriterien

28. August 2019

(Quelle: e-health-com.de) Die neue App soll für Patienten zu einer wichtigen digitalen Eintrittspforte in das deutsche Gesundheitswesen werden. Die entsprechende Informationskampagne startet am 30. August. Herzstück der App, die von der KV Telematik entwickelt wurde und die von jeder KV innerhalb gewisser Grenzen an regionale Besonderheiten angepasst werden kann, ist ein betont simpel gehaltenes User-Interface. Es bietet dem Nutzer als ersten Schritt drei „Dringlichkeitsstufen“ an, nämlich „Sofort“, „Heute“ und „Bald“.

Wer „Sofort“ anwählt, landet beim normalen Notruf, der 112. „Heute“ führt dagegen zu einer Arztsuche, bei der lediglich jene Praxen angeboten werden, die Bereitschaftsdienste übernehmen und die bei nicht lebensbedrohlichen Notfällen vom Patienten aufgesucht werden können. Ab dem 1. Januar 2020 wird der KV-Bereitschaftsdienst auf 24/7-Betrieb umgeschaltet. Diese Umstellung ist eine der Maßnahmen, mit denen Politik und Kassenärzte den ambulanten Bereitschaftsdienst aufwerten wollen.

Die dritte Rubrik, die Rubrik „Bald“, ist zum einen eine normale Arztsuche. Sie bietet darüber hinaus eine Vermittlung zu den Terminservicestellen der KVen. An die Terminservicestellen meldet der Arzt seine freien Termine bzw. Kontingente derzeit über eine Webportal. Künftig soll er das direkt aus seinen gewohnten Termin-Tools heraus über eine frei zugängliche Schnittstelle der KV Telematik tun können. Die Online-Terminbuchung für Patienten wird im vierten Quartal getestet und dann, im Laufe des ersten Quartals 2020, in die 116117.app integriert. Damit können dann die Termine von Patienten direkt online über die neue App gebucht werden.