News 2019

Verstärkung durch mobilen Router und Drohnen: Telenotarzt wird weiter verbessert

16. September 2019

Quelle: wdr.de – Das von der P3 telehealthcare GmbH betriebene TeleNotarzt-System im Aachener Regelrettungsdienst soll noch weiter verbessert werden: Bald soll der Telenotarzt durch Drohnen ergänzt werden, ein spezieller Router soll zudem Löcher im Mobilfunk schließen. Karl-Josef Laumann, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, plant, bis November 2019 einen konkreten Zeitplan vorzulegen, der den NRW-weiten Einsatz des Telenotarztes vorsieht. Denn in Aachen und Umgebung ist der Telenotarzt bereits seit fünf Jahren erfolgreich unterwegs.

Vor allem in ländlichen Gebieten seien Telenotärzte wegen des Ärztemangels notwendig, so Marie Mennig, Geschäftsführerin der P3 Group. Auf dem Land gebe es aber häufig Mobilfunklöcher: „LTE und 5G sind nicht flächendeckend verfügbar“, betonte Mennig. Der nun eigens entwickelte mobile Router sei in der Lage, mehrere Mobilfunknetze zu nutzen. „So kann der Telenotarzt auch in ländlichen, schlecht versorgten Gebieten eingesetzt werden“, erklärte Mennig.

Am 12. September 2019 fand in Aachen am P3 Standort der Anwendertag Telenotarzt statt. Er bot die Gelegenheit für Anwender und Interessenten, sich über aktuelle Themen und Fragen rund um den Telenotarzt zu informieren und auszutauschen.

„Der P3 Telenotarzt hat sich in den letzten fünf Jahren in einigen Regionen etabliert und erhält bundesweit immer mehr Aufmerksamkeit. Mit dem Anwendertag schaffen wir eine Plattform, die aktuelle und potenzielle Anwender zusammenbringt. Ein großes Netzwerk ist entscheidend, wenn es um die Zukunft von Telemedizin im Rettungsdienst geht“, sagte Mennig.


Das Telenotarztsystem, das von der Aachener P3 telehealthcare GmbH, die Mitglied bei der DGTelemed ist, seit 2014 betrieben und von der Uniklinik RWTH Aachen und der Berufsfeuerwehr Aachen unterstützt wird, ermöglicht es ausgebildeten Notärzten, sich per Video in die Rettungswagen am Einsatzort zuzuschalten. Dabei fungiert der Telenotarzt als Ergänzung des bereits bestehenden fahrenden und fliegenden Rettungsdiensts. Wichtig vor Ort ist nicht immer der manuelle Eingriff des Notarztes, sondern vielmehr dessen Fachwissen und Entscheidungsbefugnis. Bislang konnten unter Einbeziehung des Telenotarztes Patienten in über 12.000 Einsätzen gerettet werden.