News 2020

DGTelemed: Videosprechstunde im Kampf gegen Corona

02. April 2020

Angesichts der weiter steigenden Fallzahlen von SARS-CoV-2 Infektionen in Deutschland und den empfohlenen Infektionsschutzmaßnahmen des Robert-Koch-Instituts bilden Videosprechstunden ein effektives Mittel, Sprechstunden zwischen Arzt und Patient auch unter räumlicher Distanz zu ermöglichen. Dies kann helfen Infektionsketten zu unterbrechen. Aus diesem Grund haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband sowohl die fallbezogenen als auch leistungsbezogenen Begrenzungsregelungen für Videosprechstunden vorläufig bis zum Ende des 2. Quartals 2020 aufgehoben. Der Einsatz der Videosprechstunde kann somit zunächst bis zum 30.06.2020 unbegrenzt erfolgen.

Viele Anbieter von Videosprechstunden stellen Ärztinnen und Ärzten ihre Software derzeit bis zum Ende der Corona-Krisensituation bzw. bis auf Widerruf kostenfrei zur Verfügung. Auch viele Mitglieder der DGTelemed sind aktiv und haben Lösungen: „Neben vielen anderen Menschen haben sich inzwischen auch Ärzte und deren Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert – die zentralen Stützen unseres Gesundheitssystems. Die Kombination aus Videosprechstunde sowie Online-Rezept- und Medikamenten-Abwicklung ist im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus ein wirksamer Schutzwall – für Arztpraxen und für Patienten.“

(Thomas Engels, Mitglied der Geschäftsführung von Vitabook) www.zumarzt.de, www.mitvideozumarzt.de

„In Anbetracht der aktuellen Situation können wir uns glücklich schätzen, dass wir schon früh angefangen haben, die Behandlung von Patienten per Videosprechstunde durchzuführen. So können wir auf einen weitreichenden Erfahrungsschatz zurückgreifen, denn viele unserer Ärzte sind bereits vertraut mit dem System der Videosprechstunde. Dieser Umstand kommt uns in der Bekämpfung des Coronavirus zugute, von der auch Ärzte profitieren können, die bisher noch keine Erfahrung mit Videosprechstundensystemen hatten.“

(Dr. med. Hans-Jürgen Beckmann, Entwickler der elektronischen Visite „elvi") www.mum-buende.de, www.la-well.de

Auch das ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin und seine Gesellschafter übernehmen Verantwortung: Als Organisation, die institutionell vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert wird, unterstützt das bei der Bewältigung der aktuellen Situation rund um Covid-19. Ärztinnen und Ärzte, die die Videosprechstunde nutzen möchten, aber keine Zeit haben, sich in die Thematik einzuarbeiten, können sich unter videosprechstunde@ztg-nrw.de melden. Das ZTG informiert über die Videosprechstunde, hilft bei der Suche nach einem passenden, zertifizierten System, steht für technisch-organisatorische Fragestellungen zur Verfügung und vermittelt an die relevanten Stellen, um die Videosprechstunde abrechnen zu können. Das Angebot gilt vorrangig für Akteurinnen und Akteure der Gesundheitsversorgung in Nordrhein-Westfalen. Der Fokus der Beratung liegt ebenfalls auf Systemen aus Nordrhein-Westfalen. Weitere Informationen finden Sie hier.

„Gemeinsam mit unseren Mitgesellschaftern von den Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen in Nordrhein-Westfalen möchten wir unseren Beitrag zur Bewältigung der aktuellen Situation leisten: Über eine kostenfreie Beratung zur Nutzung der Videosprechstunde möchten wir diese schnell und einfach nutzbar machen.“

(Rainer Beckers, DGTelemed-Vorstandsmitglied und Geschäftsführer der ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH)