News 2020

NRW-Förderprojekt: Elektronische Fallakte verbessert intersektorale Zusammenarbeit

4. November 2020

Ende Juni ist das Förderprojekt ,I/E-Health NRW. Hand in Hand bestens versorgt‘ in vier nordrhein-westfälischen Modellregionen mit der darin entwickelten Elektronischen Fallakte (EFA) abgeschlossen worden. Die beteiligten Ärzte und Pflegenden möchten allesamt die Elektronische Fallakte weiterhin nutzen.

„Das Projekt ist ein großer Erfolg,“ bestätigt Burkhard Fischer, Vorsitzender des projektkoordinierenden Vereins Digital Healthcare NRW und Referatsleiter IT bei der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen: „Die beteiligten Ärzte und Pflegenden haben uns positive Rückmeldung gegeben. Sie möchten die Elektronische Fallakte weiterhin nutzen. Seit Förderende steht sie nun allen Behandlern zur Verfügung. Weitere Regionen und Versorgungsszenarien zeigen sich bereits interessiert.“



Mit den nun bereitgestellten finanziellen Mitteln soll konkret die telemedizinische Infrastruktur ausgebaut und die dazugehörige Aus- und Weiterbildung parallel gefördert werden. Unter telemedizinische Infrastruktur fallen insbesondere zertifizierte Geräte zur Umsetzung von Videokonferenzen, zur Vitaldatenerfassung und zur Übertragung der gerätetechnisch erfassten Daten in die Arztpraxis.

Die Weiterentwicklung der Elektronischen Fallakte war zentraler Bestandteil von I/E-Health NRW, das mit Fördermitteln des Landes und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) interdisziplinäre E-Health-Dienste für die Gesundheitswirtschaft in Nordrhein-Westfalen entwickelt und vorangebracht hat. Die Elektronische Fallakte wird, anders als die patientengeführte Elektronische Patientenakte (ePA), von den Ärzten und Therapeuten gepflegt. Die EFA kann noch im Beisein des Patienten angelegt werden („Instant use“). Sie nimmt beispielsweise Befunde, OP-Berichte, Entlassbriefe oder Therapiepläne auf und bietet Hausärzten, Fachärzten, Krankenhausärzten, Therapeuten sowie Pflegern neue Möglichkeiten für eine verbesserte intersektorale und interprofessionelle Kommunikation und Zusammenarbeit. Die Pilotphase mit ausgewählten Versorgungsszenarien fand zwischen November 2019 und Juni 2020 in Borken/Ahaus mit der Demenz-Akte, in Münster/Kreis Warendorf mit der Geriatrie-Akte, in Dortmund mit der Pädiatrie-Akte sowie in Düren/Aachen mit der Notfall-/Pflege- und der Onkologie-Akte statt.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.