Presse

EHEALTHCOM, Ausgabe Nr.6 November-Dezember 2007, Seite 73

Arbeit vor Ort

Erster Landesverband gegründet

Die DGTelemed will durch den Aufbau von Landesverbänden in allen Bundesländern die Interessen und Wünsche der Mitglieder in der Arbeit der DGTelemed stärker berücksichtigen. Die Ausstrahlung und Wirksamkeit soll vor allem vor Ort in den Bundesländern und damit auch im regionalen Bereich erhöht werden. Als Sprecher des ersten Landesverbandes in der Region Berlin-Brandenburg wurde Detlef Lischka gewonnen. Herr Lischka ist im Gesundheitswesen des Landes Brandenburg kein Unbekannter. Er war viele Jahre Vorsitzender der Krankenhausgesellschaft Brandenburg und leitet heute die Deutsch-Polnische Gesundheitsakademie. Darüber hinaus unterstützt Herr Lischka als Projektkoordinator die Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH(GLG) in Eberswalde auch auf dem Gebiet der Telemedizin. Gespräche laufen mit dem Verein Centrum für angewandte Telemedizin in Mecklenburg- Vorpommern (CATMV). Die Inhalte dieser neuen - überregionalen - Zusammenarbeit regelt ein Letter of Intend, der jetzt unterzeichnet wurde.

Drei Fragen an Prof. Dr. Manfred Dietel

Wie bewerten Sie den gerade zu Ende gegangenen Kongress Ihrer Gesellschaft?
Insgesamt war die Veranstaltung für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Dies betrifft sowohl das Interesse bei Experten der Telemedizin aus allen Teilen Deutschlands, USA, Schweden und Österreich, als auch die Qualität der Fachbeiträge. Es ist gelungen, internationale Aspekte in unsere Diskussion einzubringen und darüber hinaus erfolgreiche Projekte und Initiativen in der Anwendung von Telemedizin vorzustellen.

Die DGTelemed hat erstmals einen Preis vergeben, was wollen Sie damit erreichen?
Zum einen wollen wir damit innovative und erfolgreiche Projektinitiativen würdigen. Zum anderen soll es zu einer Tradition werden, dass die DGTelemed als Fachgesellschaft für Telemedizin Ärzte und Vertreter der Medizintechnik motiviert, Telemedizin mit immer neuen Ideen zum Erfolg zu verhelfen.

Wann wird der nächste Kongress stattfinden?
Der Kongress soll sich zu einer traditionellen Veranstaltung entwickeln. Die nächste Veranstaltung wird am 06. und 07.11.2008 in Berlin stattfinden. Vortrags- und Themenwünsche können also schon jetzt eingereicht werden.
PROF. DR. MANFRED DIETEL,
Vorsitzender des wiss. Beirats und Vorstandsmitglied der DGTelemed

Innovationspreis Telemedizin 2007 vergeben

Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin hat erstmals einen Innovationspreis Telemedizin vergeben. Auf dem Kongress "Telemedizin - Zukunft für die Medizin" ging der Preis für das Jahr 2007 nach Münster.

Die Jury zur Bewertung der eingereichten Vorschläge hatte es nicht leicht. Nach langer Diskussion und vergleichender Bewertung erhielt das Institut für Thrombophilie und Hämostaseologie aus Münster den erstmals vergebenen Preis für das Projekt "Haemoassist". Hinter dem Projekt verbirgt sich ein elektronisches Dokumentationssystem zur schnellen und einfachen Dokumentation von Behandlungsdaten in der Hämophilietherapie. Es stellt in Echtzeit Daten von Blutungsereignissen und deren Behandlung, die im Rahmen der sogenannten Heimselbstbehandlung durch den Patienten selbst vorgenommen wird, zur Verfügung. Das Projekt ermöglicht erstmals eine zeitnahe Überwachung der Substitutionstherapie und erlaubt somit eine enge Patientenführung. Die Laudatio hielt Herbert Weber, Director Digital Health Group Intel EMEA - Intel hatte den mit 5000 Euro dotierten Preis gefördert. "Durch Haemoassist wird die Hämophilietherapie für Arzt und Patient gleichermaßen optimiert", so Herbert Weber in seiner Laudatio zur Preisverleihung auf der Abendveranstaltung des ersten Kongresstages. Prof. Dr. Hans-Jochen Brauns, Vorstandsvorsitzender der DGTelemed würdigte das Projekt "als Beitrag zur Qualitätsverbesserung in der Hämophilietherapie".

 

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