Presse

PRESSEMELDUNG. 25.05.2009, Berlin

Telemedizin in Brandenburg und Polen

Berlin, 25.05.2009. Die Gesundheitswirtschaft in Berlin-Brandenburg umfasst bei etwa 374.000 Beschäftigten eine Bruttowertschöpfung von ca. 13 Mrd. €, das sind über 10 % der gesamten Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsleistung. Allein in Berlin weist die Gesundheitswirtschaft ein jährliches Umsatzvolumen von etwa 17 Mrd. € auf. Etwa 7.800 Beschäftigte der Medizintechnik im engeren Sinne erwirtschafteten in Berlin-Brandenburg einen Umsatz von rund 1 Mrd. €. Durch den immer stärkeren Einfluss von Informationstechnologien in allen Teilen des Gesundheitssystems gewinnt der telemedizinische Markt für Medizintechnik- und IT-Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Gemäß Datenbanken der TSB Medici und der ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB) bieten etwa 100 Unternehmen in der Region Produkte und Dienstleistungen in der medizinischen Informatik und Telemedizin an. Daneben engagieren sich zahlreiche Kliniken und Forschungseinrichtungen in telemedizinischen Projekten. Unter Telemedizin versteht man die Bereitstellung von Gesundheitsdiensten mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für den Fall, dass der Patient und der Angehörige eines Gesundheitsberufs nicht am selben Ort sind. Voraussetzung ist eine sichere Übertragung medizinischer Daten und Informationen für die Prävention, Diagnose, Behandlung und Weiterbetreuung von Patienten in Form von Text, Ton, Bild oder in anderer Form. In einem im März vorgestellten Gutachten zum Bedarf an Telemedizin in Brandenburg wurden insbesondere die Möglichkeiten des Telemonitoring und der Telekooperation beleuchtet. Zur Unterstützung der hausärztlichen Versorgung, insbesondere im ländlichen Raum, wird Telemonitoring als ein wesentlicher Baustein in der Betreuung und Versorgung von chronisch Kranken gesehen. Hier könnten Entlastungen für niedergelassene Ärzte geschaffen werden. Ein qualitätsgesichertes Monitoring ermöglicht außerdem, bei chronisch Kranken gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen und dadurch rechtzeitig intervenieren zu können. Das Symposium „Chancen und Potenziale der Telemedizin für Brandenburg und Polen“ soll diese Vorschläge aufgreifen und anhand aktueller Anwendungsbeispiele praktische Umsetzungsanregungen vermitteln. Namhafte Experten werden an zwei Tagen telemedizinische Anwendungen präsentieren und Möglichkeiten aufzeigen, wie Telemedizin im Flächenland Brandenburg und im Nachbarstaat zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung beitragen kann.
Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen.
Interessierte können sich unter www.dgtelemed.de/de/veranstaltungen/symposium-cottbus-06-09 online anmelden. 

Über DGTelemed:
Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e.V. (DGTelemed) ist eine bundesweite Vereinigung zur Förderung, Verbreitung, und Publizierung moderner, innovativer Entwicklungen, Lösungen und Produkte in der Telemedizin. Sie versteht sich als Fachgesellschaft für Telemedizin, die Experten der Telemedizin organisiert und zusammenführt. Die DGTelemed ist Plattform für den Erfahrungsaustausch von Experten und organisiert diesen. Sie stellt Expertisen auf Anfrage zur Verfügung und fordert einheitliche Standards und klar definierte Schnittstellen ein. Die DGTelemed fördert die Kontakte ihrer Mitglieder untereinander sowie mit Partnern aus Politik, Gesundheitswesen, Wissenschaft und Wirtschaft im deutschen und europäischen Gesundheitsmarkt. Die DGTelemed will die Zusammenarbeit, Vernetzung und Patientenversorgung optimieren, den Aufbau von Versorgungsnetzwerken anregen, vorhandene telemedizinische Potenziale öffentlich darstellen und nutzbar machen und der Telemedizin durch eine breite Überführung telemedizinischer Projekte in einen dauerhaften Regelbetrieb bundesweit einen neuen Qualitätsanspruch verschaffen.
www.dgtelemed.de

Über DPGA:
Die Deutsch-Polnische Gesundheitsakademie fördert die deutsch-polnische Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Gesundheitswesens. Sie bietet eine Plattform für den Informations- und Erfahrungsaustausch in Deutschland, Polen und Europa. Die DPGA unterstützt nationale Gesundheitspolitik sowie Aus- und Weiterbildung im Gesundheitswesen durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Sie begleitet Studien und Projekte über neue Methoden und Entwicklungen im Gesundheitswesen. Die Deutsch-Polnische Gesundheitsakademie fördert Kooperationen zur Zusammenarbeit mit Krankenhäusern und anderen Institutionen des Gesundheitswesens in Deutschland und Polen. Die DPGA fördert Kontakte zu Politik, Gesundheitswirtschaft und relevanten Netzwerken. Sie führt grenzüberschreitende Workshops, Seminare und Symposien durch.
www.dpga.de

Pressekontakt:

Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e. V.
Wolfgang Loos
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied
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Tel.: 030-93029940
Fax: 030-93029941
Mobil: 0173-8810371
E-Mail: info@dgtelemed.de
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Deutsch-Polnische Gesundheitsakademie e.V.
Detlef Lischka
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03149 Forst
Tel.: 03562-90441
Fax: 03562-667618
E-Mail: detlef.lischka@t-online.de
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