Presse

Management & Krankenhaus, Blog. 26.06.2009

DGTelemed jetzt mit NRW-Landesverband

Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin (DGTelemed) hat Mitte Juni als Höhepunkt des Symposiums „Telemedizin in Europa“ ihren Landesverband Nordrhein-Westfalen gegründet. Er ist – nach Berlin-Brandenburg – die zweitstärkste Gruppe in der Gesellschaft.

Mitglieder sind unter anderem PHTS Telemedizin, das Städtische Krankenhaus Maria Hilf (Brilon) und Fonium Deutschland, Bonn sowie zahlreiche Mediziner und Unternehmensvertreter aus NRW. Zu Sprechern für das Bundesland wurden in der Gründungsversammlung in Bad Oeynhausen Rainer Beckers, Geschäftsführer im Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen (ZTG), und Armin Gärtner, Sana Medizinisches Servicezentrum GmbH, Sachverständiger für Medizintechnik und Telemedizin, gewählt. Der Landesverband NRW wird sich bei der Umsetzung der Landesinitiative eGesundheit.nrw engagieren und Telemedizinaktivitäten der Mitglieder begleiten und unterstützen.

Der Gründung ging im Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen ein Symposium mit Fokus auf aktuelle europäische Entwicklungen der Telemedizin voraus. Die Teilnehmer der Veranstaltung „Telemedizin in Europa“ waren sich über die Vorteile des begleitenden Einsatzes von Telemedizin einig: Sie ermöglicht nicht nur eine verbesserte Patientenversorgung, sondern kann Impulse für innovative wirtschaftliche Entwicklungen in den Gesundheitssystemen der EU geben.

Die DGTelemed und das ZTG zeigten sich als Veranstalter zufrieden. Dr. Stephan Schug, European Health Telematics Association (EHTEL), stellte zu Beginn die Ziele und Programme der europäischen Kommission vor. Er verwies dabei auch auf eine gemeinsame Presseerklärung der DGTelemed und der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitstelematik (DGG) von Anfang des Jahres, in der Bundesregierung und Bundesländer aufgerufen wurden, die Empfehlung der Europäischen Kommission zur Telemedizin zügig umzusetzen.

Neben einem Überblick über den weltweiten Einsatz der Telemedizin durch Prof. Dr. jur. Dr. rer. Pol. Joachim Häcker (Universität Heidelberg) informierten Priv.-Doz. Dr. med. Heinrich Körtke (IFAT Institut für angewandte Telemedizin) und Gabriele Schulz (SVA SanaSphere) über aktuelle Beispiele, wie mit Hilfe von Telemedizin eine optimale Therapiebegleitung erreicht werden kann. Mit dem Wunsch, positive Effekte insbesondere für die Gesundheitsversorgung im Land fruchtbar zu machen, ist das erklärte Ziel des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums die flächendeckende Verbreitung telemedizinischer Anwendungen und Services.

Hierzu stellte ZTG-Geschäftsführer Beckers als eine wichtige Maßnahme des Aktionsprogramms zur Förderung der Telemedizin die Einrichtung einer Modellregion Telemedizin in Ostwestfalen-Lippe vor. Ziel der Modellregion ist es, mit allen am Versorgungsprozess beteiligten Akteuren gemeinsame Lösungen zu finden und ein telemedizinisches Versorgungsnetz aufzubauen.

Rolle der Landesverbände

Die DGTelemed wird in den Bundesländern durch Landesverbände vertreten. Sie sind rechtlich unselbständige organisatorische Untergliederungen der Gesellschaft. Der jeweilige Landesverband ist Ansprechpartner für Landesregierungen und weitere Institutionen, und er bietet Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Unternehmen die Expertise der DGTelemed auf dem Gebiet der Telemedizin an. Erklärtes Ziel ist, mit gemeinsamen Kräften telemedizinische Ansätze besser voranzutreiben. „Die Telemedizin ist der Innovationsmotor in unserem Gesundheitswesen. Wer dies jetzt erkennt, profitiert schon früh von diesem Entwicklungstrend“, erläuterte Beckers die Motivation der ZTG, die Telemedizin nun auch gemeinsam mit dem DGTelemed-Landesverband zu befördern.

Quelle: blog.management-krankenhaus.de/category/telemedizin/