Presse

PRESSEMELDUNG 29.06.2012

3. Tagung der Modellregion Telemedizin OWL - Ein weiterer Schritt in Richtung einer telemedizinfreundlichen Versorgungskultur

Bochum/Bielefeld, 29. Juni 2012: Am 21.Juni 2012 lud die ZTG Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen GmbH zum kostenfreien Besuch der „Tagung der Modellregion Telemedizin Ostwestfalen-Lippe (OWL)“ ein. Ziel der Modellregion ist es, eine telemedizinfreundliche Versorgungskultur zu entwickeln, zu erproben und zu etablieren. Die Veranstaltung  fand  in den Räumlichkeiten der Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) in Bielefeld statt. Auch in diesem Jahr präsentierte sich die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e.V. (DGTelemed) auf der Tagung.

Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Ärztinnen und Ärzte aus dem ambulanten sowie stationären Sektor kamen zur 3.Tagung der Modellregion OWL, um über Neuigkeiten aus der Modellregion zu berichten und zu diskutieren. Ebenso vertreten waren Expertinnen und Experten aus Industrie, Politik und Wissenschaft, die sich unter dem Motto „eHealth: Ein Feld für die Qualifizierung und Professionalisierung?!“ über aktuelle Entwicklungen in der Modellregion informierten und Anregungen für eine Mitwirkung erhielten.

Auf dem Tagungsprogramm standen auch in diesem Jahr wieder interessante Themen und Vorträge. Nach der Begrüßung von Prof. Dr. Walter Niemeier (Fachhochschule des Mittelstands) erläuterte Rainer Beckers (ZTG GmbH) den Bedarf von Qualifizierungsmaßnahmen für die Telemedizin. Er stellte dabei die Aktivitäten und Erfahrungen im Bereich der ärztlichen Fort- und Weiterbildung in der Modellregion OWL sowie den geplanten berufsbegleitenden Universitätszertifikatsstudiengangs mit dem Abschluss „eHealth- Manager/in“ an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld vor. Wolfgang Loos (Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e.V.) forderte in seinem Vortrag, insbesondere vor dem Hintergrund der vielfältigen telemedizinischen Anwendungen und Techniken, die Konzipierung zielgruppenbezogener Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote zu Grundlagen der Informations- und Kommunikationstechnologien sowie zu Rahmenbedingungen wie Haftung, Datenschutz und Berufsrecht. Über die Akzeptanz und Bedeutung der Telemedizin sowie die Rolle der Gesundheitswissenschaften für die Ausbildung im Bereich eHealth referierte Prof. Dr. Claudia Hornberg (Universität Bielefeld).

Am Nachmittag stellten Akteure der Modellregion OWL Erfahrungen und Anforderungen aus ihren Projekten vor.  Dr. Matthias Bracht (Mühlenkreiskliniken, Minden) zeigte in seinem Vortrag Potentiale einrichtungsinterner und -übergreifender telemedizinischer Anwendungen in einem Klinikverbund am Konzept der Teleportalklinik auf. Aus Sicht der Kostenträger formulierte Christian Bauer (Knappschaft Bahn See) Gestaltungsmöglichkeiten und Maßnahmenfelder in der patientenzentrierten Versorgung. Hierzu gehörte die Etablierung von Gesundheitsberatern und Care Teams. Für das Krankheitsbild der COPD verdeutlichten Dr. med. Christoph Schaudt (Karl-Hansen-Klinik, Bad Lippspringe) und Dr. med. Dominik Deimel (com2health GmbH) anhand ihres Projektes zum integrierten Versorgungsmanagement die Wichtigkeit und Rolle eines „Kümmerers“ zur Koordination der am Prozess beteiligten Akteure. PD Dr. med. Heinrich Körtke (Institut für angewandte Telemedizin (IFAT) am  Herz- und Diabeteszentrum (HDZ NRW), Bad Oeynhausen) berichtete von den Tätigkeiten des IFAT und seiner Wahrnehmung der Entwicklung der Akzeptanz von telemedizinischen Anwendungen seitens der Ärzteschaft. Mögliche Anwendungsbeispiele von Smartphones in Notfallrettung und hausärztlicher Versorgung wurden von Axel Busch (MedServiceRuhr GmbH) vorgestellt.

Der Erfolg der 3. Tagung der Modellregion Telemedizin OWL sowie das durchweg positive Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestärkt die ZTG GmbH und ihre Partner, das kostenlose Veranstaltungsangebot in der Modellregion auszuweiten. So neben Kompaktseminaren für Ärztinnen, Ärzte und medizinisches Fachpersonal beispielsweise Workshops zu den Themen „Teleradiologie“ und „Notfallmedizin“ in Planung.
Quelle: ZTG

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