Presse

Pressemeldung DGTelemed, 19.11.2013

Erfolgreicher Fachkongress in Berlin

Der 4. Nationale Fachkongress Telemedizin des Jahres 2013 fand große Resonanz bei Teilnehmern aus dem In- und Ausland, Ausstellern und Sponsoren sowie der Presse. Erstmals wurden Strategien verschiedener Bundesländer und Kostenträger vorgestellt. Die große Präsenz von nationalen und ausländischen Medienvertretern zeigt das Interesse an Telemedizin in Deutschland

Berlin, 19.11.2013. Der 4. Nationale Fachkongress Telemedizin fand am 07. und 08.11.2013 erneut im Berliner Ellington Hotel statt. Mehr als 290 Teilnehmer aus 15 Bundesländern sowie Gäste aus Europa – vertreten waren die Länder Frankreich, Polen, Belgien, Holland, Spanien und Kosovo -, aus Übersee waren Teilnehmer aus Kanada angereist. Der Geschäftsführer der Amerikanischen Gesellschaft für Telemedizin, Mister Jonathan Linkous begrüßte die Kongressteilnehmer per eingespielte Videopräsentation. Der Vorstandsvorsitzende der Französischen Gesellschaft für Telemedizin, Dr. Pierre Simon, Paris, war auch in diesem Jahr nach Deutschland gereist und eröffnete gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der DGTelemed, Prof. Dr. Hans-Jochen Brauns den Kongress.

Damit können Veranstalter und Organisatoren auch in diesem Jahr eine Steigerung der Teilnehmerzahlen feststellen, womit erneut das zunehmende Interesse an Telemedizin in Deutschland bestätigt wird. Anklang fanden auch die Themen des Kongresses. Sowohl die Strategien der Landesregierungen aus Bayern, NRW, Baden-Württemberg und Thüringen als auch die Statements der Vertreter Medizinischer Fachgesellschaften wurden von den fachkundigen Telemedizinexperten und Gästen mit Interesse aufgenommen. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen auch Präsentationen zur patientenorientierten, sektorenübergreifenden Versorgung. Die mit Spannung erwarteten Vorträge der im GKV-Spitzenverband und KBV verantwortlichen Abteilungsleiter für EBM zeigten die Bemühungen des Bewertungsausschusses zur Erfüllung des gesetzlichen Prüfauftrages zur Aktualisierung des EBM.  Mit dem Versorgungsstrukturgesetz ist festgelegt, dass der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM)  um ambulante telemedizinische ärztliche Leistungen erweitert werden soll. Beide Redner konnten aber auch auf Nachfrage die Überschreitung der mit dem Gesetz festgelegten Terminsetzung leider nicht überzeugend begründen.

Der Vorstand der DGTelemed dankt allen Teilnehmern, Sponsoren, Ausstellern, Referenten und den Mitarbeitern des Tagungshotels sowie dem Organisationsteam der Firma MCALL GmbH Marketing & Vertrieb für das in unterschiedlichen Bereichen gezeigte Engagement,  welches dazu beigetragen hat, dass  der Kongress eine insgesamt erfolgreiche und gelungene Veranstaltung werden konnte. Nach Einschätzung des Vorstandes der DGTelemed ist es mit dem diesjährigen Fachkongress gelungen, die Diskussion auch darüber führen, wie mehr standortübergreifende Interdisziplinarität gefördert werden kann und unterschiedlichste Akteure ein Bewusstsein für Kooperationen und schließlich ein gemeinsames Verständnis für die nachhaltige Anwendung von Telemedizin entwickeln können. Der Vorstand hob auch die gestiegene Präsenz von Medien- und Pressevertretern hervor – mehr als 25 Journalisten aus dem In- und Ausland besuchten den Kongress. Der Dank gilt auch den Ausstellern und Sponsoren, die wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Ein kleines Jubiläum gibt es im nächsten Jahr: der dann 5. Nationale Fachkongress Telemedizin findet am 06. Und 07. November 2014 wieder im Ellington Hotel in der Nürnberger Straße im Herzen der Hauptstadt statt.

Über ein Novum im Kongressgeschehen  zum Schluss: Der offizielle Startschuss für die bisher größte randomisierte Telemedizinstudie für Patienten mit Herzinsuffizienz, die Studie TIM-HF II ("Telemedical Interventional Management in Heart Failure II") fiel am Freitag, den 8. November, während und in den Räumen des Telemedizinkongresses in einer gut besuchten Pressekonferenz, die vom Geschäftsführenden Vorstandsmitglied der DGTelemed, Wolfgang Loos moderiert wurde.  Insgesamt 1.500 Patienten sollen bis Ende 2014 in Berlin/Brandenburg an der Studie teilnehmen. Das Projekt soll Klarheit über Nutzen und Kosten der Technologie bringen. "400 Hausarztpraxen in Berlin und Brandenburg sowie 60 niedergelassene Kardiologen sollen bis Ende 2014 insgesamt 1.500 Patienten in die Studie einschreiben", erläuterte Professor Dr. Friedrich Köhler von der Charité Berlin, der die Studie wissenschaftlich leitet. Für das komplette Messprogramm wird vom Industriepartner getemed aus Brandenburg ein Telemedizinkoffer zur Verfügung gestellt. Beteiligt sind außerdem unter anderem T-Systems, die AOK Nordost, die Barmer GEK, der Hausärzteverband Brandenburg und das Kardionetz Brandenburg.

Über die DGTelemed:
Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e.V. (DGTelemed) ist eine bundesweite Vereinigung zur Förderung, Verbreitung, und Publizierung moderner, innovativer Entwicklungen, Lösungen und Produkte in der Telemedizin. Sie versteht sich als Fachgesellschaft für Telemedizin, die Experten der Telemedizin organisiert und zusammenführt. Die DGTelemed ist Plattform für den Erfahrungsaustausch von Experten und organisiert diesen. Mitglieder sind Krankenhäuser, Ärzte, Wissenschaftler, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsunternehmen der Medizintechnik und Pharmazie, Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen, Krankenkassen, ärztliche Körperschaften, IT-Unternehmen und weitere Institutionen und Persönlichkeiten. Die DGTelemed fördert die Kontakte ihrer Mitglieder untereinander sowie mit Partnern aus Politik, Gesundheitswesen, Wissenschaft und Wirtschaft im deutschen und europäischen Gesundheitsmarkt.

Pressekontakt:
Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e. V.
Wolfgang Loos
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied
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Fax: +49 30 54701823
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