Presse

KTM - Krankenhaus Technik + Management 04/2014, Seiten 54-55

DGTelemed – Deutsche Gesellschaft für Telemedizin - Verbandsinformationen

Innovative Versorgungsstrukturen durch Telemedizin

Wachsender Wettbewerbsdruck und sich verändernde Rahmenbedingungen verlangen innovative Strategien im deutschen Gesundheitswesen. Helfen können hier moderne Versorgungsstrukturen, die durch den Einsatz von Telemedizin ermöglicht werden. Von einem intelligenten Gesundheitssystem profitieren die Kliniken als Kompetenzzentren, die kooperierenden niedergelassenen Ärzte, die Patienten selbst und die Gesellschaft im Ganzen.

Ein Schlüssel dazu ist die Vernetzung von Informationen und deren Personalisierung. Entwicklungen wie die persönliche Kranken- oder die elektronische Patientenakte weisen in die richtige Richtung. Die persönliche Krankenakte ist eine elektronische, überall verfügbare, lebenslang gültige Ressource von Gesundheitsinformationen. Sie wird von den Bürgern selbst verwaltet. Die elektronische Patientenakte wird vom Arzt oder Krankenhaus angelegt. Die Daten werden aus unterschiedlichen Quellen zusammengeführt und abgesichert zugänglich gemacht. Die von der SVA Competence Center Health Care GmbH, Düsseldorf, entwickelte Portallösung medPower ist eine flexible, modulare und CE-konforme Telemedizinlösung, die das Telemonitoring chronisch kranker Patienten neu organisiert. Das Projekt ist Gewinner des Wettbewerbs "med in.NRW".

Die Portallösung gilt inzwischen als Muster für eine Telemedizin-Architektur, die Brüche im bestehenden Gesundheitssystem heilt und ein intelligentes Gesundheitsmanagement unterstützt. Sie ermöglicht es Kliniken, Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) und anderen Leistungs erbringern im Gesundheitswesen, Patienten mit chronischen Erkrankungen telemedizinisch zu Hause zu betreuen – einfach, sicher und effizient mit vorhandenem Personal.

Zusätzlich zur Telemedizinbasis mit Geräteverwaltung sind spezielle Messwertmodule für die Erkrankungen Herzinsuffizienz, Diabetes, Adipositas, Bluthochdruck und Rhythmusstörungen verfügbar. Diese er möglichen die Überwachung der Patienten – unterstützt durch automatisierte Auswertungen der Daten. Neue Messwerte können flexibel eingebunden und in die erhobenen Werte integriert werden - unabhängig vom Hersteller. Die Module Tele-Coaching und fachärztliche Konsultation komplettieren den telemedizinischen Behandlungsprozess für eine umfassende patientengerechte und individuelle Betreuung. SVA-Mitarbeiter engagieren sich seit Jahren auch in der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin.

Telemedizin im YouTube-Kanal der Bundesregierung

Unter dem Motto "Jeder Herzschlag wird gezählt" zeigt ein Filmbeitrag auf dem YouTube-Kanal der Bundesregierung, wie Telemedizin konkret hilft. Vorgestellt wird die an der Charité Universitätsmedizin durchgeführte Studie TIM-HF II ( Telemedical Interventional Management in Heart Failure), die im Rahmenm des Projekts "Gesundheitsregion der Zukunft Nordbrandenburg - Fontane" durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.
www.youtube.com/watch?v=1-SbaKojyWI

Podiumsdiskussion zur Telemedizin in Berlin

Unter dem Motto "Telemedizin und vernetzte Medizin - was können Bundesländer leisten?" nutzten zahlreiche Teilnehmer am 11. März 2014 in Berlin die Gelegenheit, mit den Staatssekretärinnen für Gesundheit, Emine Demirbüken-Wegner aus Berlin und Almuth Hartwig-Tiedt aus Brandenburg, und dem Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Sachsen, Dr. Stephan Helm, darüber zu diskutieren, wie Bundesländer Möglichkeiten telemedizinischer Anwendungen insbesondere für Flächenländer nutzen können. Hintergrund war die 86. Gesundheitsministerkonferenz der Länder, die im Juni 2013 in Potsdam tagte und einen einstimmigen Beschluss zur Telemedizin fasste. Die Länder fordern darin die stärkere Förderung der Telemedizin. Ziel müsse es sein, Telemedizin in die Regelversorgung zu überführen. Die Länder nehmen an dieser Stelle auch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und den Bewertungsausschuss in die Pflicht und drängen auf zeitnahe Entscheidungen. Außerdem müssten Telemedizindienste zukünftig an die Telematikinfrastruktur gekoppelt werden, um einen dauerhaften, sicheren und interoperablen Betrieb sicherzustellen.

Deutlich wurde im Laufe der Veranstaltung, dass dieser Beschluss als klares Bekenntnis der Politik verstanden werden soll, das Nutzungspotenzial der Telemedizin auszuschöpfen. Die Diskussion zeigte auch, dass von den Bundesländern nachhaltige Impulse für die telemedizinische Regelversorgung ausgehen können und zukünftig eine hohe Verantwortung bei den Bundesländern liegen wird. Am Beispiel Berlin, Brandenburg und Sachsen wurde deutlich, wie Telemedizin die ambulante und stationäre Versorgungslandschaft verändern kann, was bereits getan wurde und was noch zu tun ist. Die Veranstaltung wurde durch den Verein Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin durchgeführt.

Optimierte Versorgung durch Telemedizin: „Markt der Möglichkeiten“

Das neue Veranstaltungsformat, das die ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH gemeinsam mit ihren Gesellschaftern auf die Beine stellte, lockte am 26. Februar rund 250 Teilnehmer ins Haus der Ärzteschaft in Düsseldorf. Eindrucksvoll zeigten die unterschiedlichen Akteure auf drei Themeninseln, wie Telematik und Telemedizin schon heute zu mehr Qualität und Effizienz im medizinischen Alltag beitragen können.

Auch die neue Staatssekretärin im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, Martina Hoffmann-Badache, nahm an der Veranstaltung teil und informierte sich über innovative E-Health-Lösungen.

Dass die Telemedizin einen wichtigen Baustein für die medizinische Versorgung bildet, ist für viele längst klar. Wie E-Health-Lösungen in der Praxis umgesetzt werden können, machte die ZTG gemeinsam mit ihren Gesellschaftern deutlich. Die Teilnehmer erhielten einen Einblick, wie leistungsfähig Vernetzungstechnologie ist und welchen Nutzen sie im Alltag von Medizinern bereits heute stiften kann.

Auf drei unterschiedlichen Themeninseln wurden anhand anschaulich aufbereiteter Anwendungsfälle aktuelle elektronische Kommunikations- und Kooperationslösungen demonstriert. Inhaltliche Schwerpunkte waren Telemedizin, die Kommunikation zwischen Ärzten und die berufsgruppenübergreifende Kommunikation.

Auch Martina Hoffmann-Badache besuchte alle drei Themeninseln. Sie zeigte sich in der anschließenden Podiumsdiskussion sichtlich begeistert von den vorgestellten Lösungen und betonte den offensichtlichen Nutzen für die Patienten.