Presse

E-HEALTH-COM 05-2014, Seite 54

GESUNDHEITSCAMPUS DURCH TELEMEDIZIN

Das Krankenhaus Maria-Hilf gGmbH, Brilon, will sich als Haus der Grundversorgung in der Region etablieren und das Angebot der medizinischen Versorgung durch Vernetzung und Telemedizin erweitern.

Nach dem Aufbau der Teleneurologie und der telemedizinischen Vernetzung mit dem Uniklinikum Jena ist das Krankenhaus Brilon 2014 dem Verein Elektronische FallAkte e.V. beigetreten. Mit dessen Unterstützung will das Haus auf Basis der Elektronischen FallAkte (EFA) zunächst ein Geriatrie-Netzwerk aufbauen, um die Versorgung älterer, zumeist multimorbider Patienten zu verbessern. "Die medizinische Versorgung einer alternden Bevölkerung ist gerade im ländlichen Bereich eine große Herausforderung", sagt Volker Lowitsch, Leiter des Geschäftsbereiches IT am Universitätsklinikum Aachen und 1. Vorsitzender des EFA-Vereins. Das Städtische Krankenhaus Maria-Hilf in Brilon, mitten im Hochsauerlandkreis, steht wie kaum ein anderes Haus in Deutschland für Vernetzung. Mit dem Gesundheitspark Brilon entstand ein Netzwerk, das bereits über 60 ambulante und stationäre Leistungserbringer in der Region verbindet. So erhalten die Patienten vor Ort eine hochmoderne medizinische Versorgung in 32 Fachrichtungen, bei nur 200 stationären Betten. Nicht für jedes Fachgebiet ist ein ausgewiesener Experte vor Ort – aber mithilfe von Telemedizin immer erreichbar: "So können wir hohe Qualitätsstandards in der Medizin und Patientennähe miteinander verbinden", sagt Reimund Siebers, Leiter der Unternehmens- und Projektentwicklung am Krankenhaus Brilon und Mitglied des Vorstandes der DGTelemed.

DGTELEMED UNTERSTÜTZT BAD KISSINGER TELEMEDIZINKONGRESS

Telemedizin ist ein inzwischen anerkanntes Tätigkeitsfeld im Gesundheitswesen. Mithilfe von telemedizinischen Anwendungen kann durch Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien medizinisches Spezialwissen den Patientinnen und Patienten in allen Landesteilen Bayerns zur Verfügung gestellt werden. Der Freistaat Bayern hat als erstes Bundesland die besondere Bedeutung der Telemedizin erkannt. Telemedizin leistet schon jetzt einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der flächendeckenden und hochwertigen medizinischen Versorgung in Bayern. Sie macht medizinisches Spezialwissen landesweit verfügbar. Der 2. Telemedizinkongress, der vom Telemedizinzentrum Bad Kissingen gemeinsam mit dem Landesverband Bayern der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin veranstaltet wird, will mit einem vielseitigen Programm einen Brückenschlag zwischen Möglichkeiten der Vernetzung, Selbstverwaltung, Recht und Beispielen aus der Praxis wagen. Vielfältige, aktuelle Themen rund um Telemedizin werden die Expertendiskussionen bestimmen. Die Fachtagung wird aufzeigen, dass durch die Vernetzung medizinischer Kompetenzzentren mit kleineren Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten Spezialwissen auch in der Fläche verfügbar gemacht werden kann und Sektorengrenzen mit Telemedizin überwunden werden können. Der Kongress wird von einer Industrieausstellung begleitet. Informationen und Online-Anmeldung finden Sie unter www.dgtelemed.de sowie www.ztm-badkissingen.de.