Presse - April 2016

KTM - Krankenhaus Technik + Management 06/2016, Seiten 52-53

DGTelemed - Deutsche Gesellschaft für Telemedizin - Verbandsinformationen

Frühjahrstagung Telemedizin am 20. Juni 2016 in Düsseldorf

Vor dem Hintergrund der aktuellen Strukturen des deutschen Gesundheitswesens und der Realität einer Versorgung im stationären und ambulanten Bereich bedeutet die Kommunikation zwischen den an der Pflege beteiligten Leistungserbringern an der Schnittstelle zu anderen Leistungserbringern eine wesentliche Herausforderung. E-Health und Telemedizin in der Pflege bieten Chancen und Potenziale, die für die Behandlung und Pflege kranker und pflegebedürftiger Menschen effizienter und flächendeckend genutzt werden müssen. Ein breites Spektrum von IKT‐gestützten Anwendungen, in denen Informationen elektronisch verarbeitet, über sichere Datenverbindungen ausgetauscht und Behandlungs- und Pflegeprozesse unterstützt werden, könnten schon heute genutzt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin hatte im vergangenen Jahr erstmals die Themen Pflege und Telemedizin im Rahmen einer Fachtagung aufgegriffen. Diese Initiative soll auch 2016 weitergeführt werden. In bewährter Kooperation mit der ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH, Bochum, sind alle Interessierten herzlich eingeladen, am 20. Juni 2016 im Haus der Ärzteschaft die begonnene Diskussion fortzusetzen. Unter dem Motto ‚Telemedizin und Pflege – sind wir bereit für neue Lösungen?‘ werden Initiativen, Entwicklungen und der Ausbau tele medizinischer Strukturen in der Pflege ein Schwerpunkt der Diskus sion sein. Damit wird sich auch der Vortrag von Ministerin Barbara Steffens, Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW, auseinan dersetzen. Die Veranstaltung wird aufzeigen, dass mithilfe von Telematik/Telemedizin und weiteren E-Health-Anwendungen am Versorgungsprozess orientierte interprofessio nelle und intersektorale Versorgungsformen auch in der Pflege intelligent unterstützt und flächendeckend angeboten werden können. Informationen, aktuelles Programm und Online-Anmeldeformular: www.dgtelemed.de/de/veranstaltungen/fruehjahrstagung

Perspektiven des australischen E-Health-Markts

Workshop der Australischen Industrie-und Handelskammer

Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin war im April 2016 zu Gast bei der Australischen Industrie-und Handelskammer. Im Rahmen eines Lunch-Workshops wurde ein Überblick über den australischen E-Health-Markt gegeben sowie Geschäftsund Investitionspoten ziale für ausländische Partnerorga nisationen vorgestellt. Die Nutzung innovativer Kommunikationstech nologien im Dienste des Gesundheitswesens hat in Australien eine lange Tradition. Ziel ist es, die Qualität der Gesundheitsversorgung zu verbessern. Sowohl die australische Regierung als auch die Privatwirtschaft investieren konsequent in die Nutzung digitaler Gesundheitstechnologien. E-Health-Lösungen werden in Australien als Teil der nachhaltigen Verbesserung des Gesundheitssystems implementiert. Damit wird auf systemweite Herausforderungen im Gesundheitswesen reagiert, die unter anderem auf steigende Kosten, zunehmende Fallzahlen, wachsenden Fachkräftebedarf und eine alternde Bevölkerung zurückzuführen sind. Die australische Regierung und die Privatwirtschaft arbeiten gemeinsam an der Entwicklung und Umsetzung eines breiten Spektrums von Innovationen für das gesamte Gesundheitssystem. Auch die Krankenhäuser, die in den Ausbau digitaler Technologien investieren, tragen erheblich zur Etablierung von E-Health bei. Die Analyse des E-Health-Markts des Jahres 2015 zeige, dass der aus tralische Markt im Bereich der Gesundheits-IT bis 2020 jährlich durchschnittlich wohl um ca. 12,3 Prozent wachsen und 2020 ein prognosti ziertes Gesamtvolumen von ca. 2,21 Milliarden US-Dollar erreichen werde. Für 2015 wurde das Markvolumen auf ca. 1,20 Milliarden US-Dollar geschätzt. Den Workshop veranstaltete die Aus tralische Trade Commission mit Sitz in Frankfurt am Main und wandte sich an Unternehmen und Organisationen, die sich für den australischen Markt interessieren. Prof. Dr. Hans-Jochen Brauns, Vorstandsvorsitzender der DGTelemed, eröffnete die Veranstaltung und gab einen kurzen Überblick über die Telemedizin in Deutschland. Dr. Adrian Nowitzke, General Manager Health Informatics Telstra Health, erläuterte den australischen E-Health-Markt. Prof. Dr. med. Michael Schuetz von der Queensland Universität in Brisbane sprach über aus tralische Telemedizinprogramme. Philip Eccles, Global Projektmanager bei Meytec Medizinsysteme, stellte im Anschluss das Telemedizinnetzwerk VST (Victorian Stroke Tele medicine) vor. Das Projekt startete 2015 und wird mehrere Kranken häuser in der Region Melbourne telemedizinisch vernetzen. Eine große Herausforderung für das Brandenburger Unternehmen waren der Zeitunterschied und die Entfernung von 16.000 km. Kontakt: Australien Trade Commission, Andreas Seidel, www.austrade.gov.au

WHO sieht großes Potenzial in Europa

Der aktuelle Bericht ,From Innovation to Implementation – eHealth in the WHO European Region‘ des in Kopenhagen ansässigen WHORegionalbüros für Europa verweist darauf, dass nationale elektronische Patientenakten, Telemedizin und mobile Health europäische Gesundheitssysteme revolutioniere und helfen könne, Patienten besser zu versorgen. Um E-Health in den EU-Ländern zu implementieren, müssten die je weiligen Regierungen ein explizites politisches Commitment abgeben. Dieses politische Bekenntnis sollte mit einer nachhaltigen Finanzierung zur Implementation nationaler E-Health-Programme und einer nationalen E-Health-Strategie verbunden sein. Der Bericht ist das Ergebnis einer Umfrage aus dem Jahr 2015 zur elektronischen Ge sundheit, an der sich 47 der 53 Mitgliedsstaaten beteiligten.