Presse - September 2016

KTM - Krankenhaus Technik + Management 09/2016, Seiten 54-55

DGTelemed - Deutsche Gesellschaft für Telemedizin - Verbandsinformationen

Telemedizin-Highlights in Bayern und Berlin

Der 4. Bad Kissinger Telemedizinkongress findet am 21. September 2016 im Regentenbau Bad Kissingen statt. Vernetzte Medizin ist aktuell das große Zukunftsthema auch im internationalen Maßstab. Seit vielen Jahren steht die Vernetzung des Ge sundheitswesens im Mittelpunkt der Diskussion in Verbänden, Unternehmen und auf zahlreichen Veranstaltungen. Auch mit dem Inkrafttreten des sogenannten E-Health-Gesetzes im vergangenen Jahr wird dieser Prozess weiter vorangetrieben und zu nehmend Fahrt aufnehmen. Zu beobachten ist, dass das Interesse an einer professionellen Vernetzung in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen bis hin zu niedergelassenen Ärzten sowohl intern als auch mit den Patienten sektorenübergreifend steigt. ,Telemedizin und vernetzte Medizin - Versorgungsalltag der Zukunft?‘ lautet in diesem Sinne das Motto der diesjährigen Veranstaltung. Veranstalter und Organisatoren laden herzlich ein, mit dabei zu sein, wenn namhafte Referenten und Experten zum Thema diskutieren und neue Entwicklungen präsentieren.
www.dgtelemed.de/de/veranstaltungen/telemedizin-fachtagung-LV-Bayern

Der 7. Nationale Fachkongress Telemedizin findet am 3. und 4. November 2016 im Ellington Hotel Berlin statt. Die Vorbereitungen sind be reits weit gediehen. Unter dem Motto ,Telemedizin - ein Blick nach Europa: Wo steht Deutschland?‘ soll der Versuch einer Standortbestimmung unternommen werden. Eingeladen sind Vertreter aus sechs EULändern. Sie werden über Telemedizin, fortgeschrittene Anwendungen und die je weilige Strategie be richten. Im An schluss bewerten Vertreter deutscher Institutionen und Verbände - BMG, KBV, GKV-Spitzenverband, bvitg und Bundesärztekammer - die Situation in Deutschland. Weitere Programmpunkte sind die Wirkung des E-Health-Gesetzes und des Innovationsfonds sowie der weitere Dialog mit wissenschaftlichen Fachgesellschaften. Auch der Telemedizinpreis ist wieder ausgeschrieben.
www.telemedizinkongress.de

DGTelemed unterstützt eHealth-Kongress in Hessen

Am 4. Oktober findet in der IHK Frankfurt am Main der ,eHealth-Kongress 2016: Innovativ, vernetzt und praxisnah in Rhein-Main und Hessen‘ statt. Die Initiative Gesundheitswirtschaft Rhein-Main e. V. schafft mit der Veranstaltung eine Plattform für Krankenhäuser, Ärzte, Kostenträger, Politik sowie alle Unternehmen und Dienstleister der Gesundheitsbranche, um die viel fältigen Möglichkeiten und Herausforderungen durch E-Health zu bewältigen. Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin unterstützt die Kongressveranstaltung auch in diesem Jahr als Partner und wird ebenfalls vor Ort sein. Aktive Mitglieder der Gesellschaft sind aktuell bemüht, weitere Interessenten für die DGTelemed zu gewinnen. Am Rande des Kongresses ist die Gründung eines DGTelemed-Landesverbands Hessen geplant.
www.gesundheitswirtschaft-rheinmain.de/ehealth/ehealth-kongress-2016

LÄK Baden-Württemberg beschließt Öffnung der Berufsordnung für Telemedizin

Nach einem Beschluss der Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg vom 23. Juli 2016 werden künftig Modellprojekte, in denen ärztliche Behandlungen ausschließlich über Kommunikationsnetze durchgeführt werden, möglich sein. Sie müssen aber von der Landesärztekammer genehmigt und evaluiert werden. Erstmals - und bundesweit einmalig - gibt es nun in einem Bundesland eine Ergänzung zum § 7 Absatz 4 der in Baden-Württemberg geltenden Berufsordnung. Diesem wird folgender Satz 3 angefügt: „Modellprojekte, insbesondere zur Forschung, in denen ärztliche Behandlungen ausschließlich über Kommunikationsnetze durchgeführt werden, bedürfen der Genehmigung durch die Landesärztekammer und sind zu evaluieren.“ Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin begrüßt diese Entscheidung mit Nachdruck und hofft, dass weitere Landesärztekammern diesem wegweisenden Beispiel folgen werden.

Webbasierte Gesundheitsakte vernetzt Patienten mit Ärzten und Apotheken

Ärzte, Kliniken, Labore und Pflegedienste können die Gesundheitsdokumente des Patienten ab sofort direkt in dessen Gesundheitskonto senden - unabhängig von der Art der Versicherung. Gesetzlich Versicherte erhalten eine Patientenkarte, privat Versicherte eine Privatpatientenkarte. Und auch bestehende Gesundheitskarten der gesetzlich Versicherten können, ganz gleich von welcher Krankenkasse, mit einem Gesundheitskonto verbunden werden. Dafür benötigt der Patient einzig einen Aufkleber, der online in der Wunschapotheke bestellt oder von teilnehmenden Ärzten, Laboren, Pflegediensten und Kliniken ausgegeben werden kann. Auf dem Aufkleber, der noch keinerlei relevante Daten in sich trägt, befindet sich ein individueller Login-Code, der zur Leseansicht des patienteneigenen Gesundheitskontos führt. Entwickelt wurde die neue Lösung 2013 vom Startup-Unternehmen ordermed GmbH, das in den nächsten vier Monaten komplett in vitabook übergehen wird. Im Helios Klinikum Krefeld hat dieses Jahr eine Testphase für vitabook, das persönliche Gesundheitskonto des Patienten, begonnen. Über die vitabook-App können per Smartphone Dokumente ins persönliche Gesundheitskonto geladen werden. Dazu müssen diese gescannt oder abfotografiert werden. Einmal hochgeladen, können sie immer wieder aufgerufen und auch versendet werden. Eine ,Gesundheits-IBAN‘ ermöglicht den sicheren und einfachen Informationsaustausch mit allen Ärzten. Über das Konto können beliebige Gesundheitsdaten empfangen, vom Patienten selbst und seinen Ärzten gespeichert, jederzeit abgerufen, ergänzt und weitergeleitet werden - sofern der Patient es erlaubt. Ob zuhause am PC oder unterwegs über das Smartphone - mit dem Gesundheitskonto von vitabook können Patienten ihre eigenen Gesundheitsdaten selbstständig verwalten und sich mit ihren Ärzten und der Lieblingsapotheke vernetzen. Markus Bönig, Geschäftsführer von ordermed, und Vertriebsleiter Thomas Engels engagieren sich seit 2015 auch in der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin.