Presse - Dezember 2016

KTM - Krankenhaus Technik + Management 12/2016, Seiten 54-55

DGTelemed - Deutsche Gesellschaft für Telemedizin - Verbandsinformationen

DGTelemed mit neuem Vorstand

Im Anschluss an den 7. Nationalen Fachkongress Telemedizin fand am 4. November 2016 die alljährliche Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin e. V. (DGTelemed) inklusive Wahl eines neuen Vorstands statt. Mit Prof. Dr. med. Gernot Marx (Uniklinikum Aachen) als erstem und Günter van Aalst (Techniker Krankenkasse) als stellvertretendem Vorsitzenden stehen zwei Vertreter aus Nordrheinwestfalen an der Spitze des neu gewählten DGTelemed-Gremiums. Wiedergewählt wurden Wolfgang Loos (Berlin) als Geschäftsführendes Vorstandsmitglied und PD Dr. rer. habil. Neeltje van den Berg (Greifswald) als Schatzmeisterin, Rainer Beckers (Bochum) und Reimund Siebers (Brilon). Neu im Vorstand sind Irmgard Landgraf (Berlin) und Dr. med. Christoph F.-J. Goetz (München). Aus dem Vorstand ausgeschieden sind Prof. Dr. Hans-Jochen Brauns, Gerhard W. Meyer und Prof. Dr. med. Guntram Ickenstein. „Das zentrale Anliegen der DGTelemed ist, mithilfe von Telemedizin die Qualität einer zukunftsorientierten und effizienten Gesundheitsversorgung von Patienten in Deutschland sicherzustellen und zu verbessern“, erklärte der neue Vorstandsvor sitzende der DGTelemed Prof. Dr. Gernot Marx. Zum Ehrenvorsitzenden wurde der aus Altersgründen nicht mehr kandidierende Prof. Dr. Hans-Jochen Brauns gewählt. Der langjährige stellvertretende Vorstandsvorsitzende Gerhard W. Meyer wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Telemedizinpreis 2016 geht nach Bayern und Hessen

Traditionell fand am Abend des ersten Tages des 7. Nationalen Fachkongresses Telemedizin im Berliner Ellington Hotel die Ehrung der Preisträger des Telemedizinpreises 2016 statt. Die Jury hatte sich entschieden, ihn an zwei Bewerber zu vergeben. Der Preis und das ausgelobte Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro gehen in Anbetracht der Qualität und Bedeutung der ausgewählten förderungswürdigen Beiträge an das Telemedizinzentrum Bad Kissingen mit dem Projekt TeleView (3.500 Euro) sowie an das Krankenhaus Nordwest GmbH mit dem Brunei-Projekt Teleneurologie (1.500 Euro). Zunächst konnte die Jury feststellen, dass sich beide Projekte im Ranking nur äußerst ge ringfügig unterscheiden. Beide adressieren zudem jeweils eine Heraus for derung, die bisher unter allen Be werbungen einzigartig ist. Es ist deshalb im Sinne der Zielstellungen der DGTelemed, diese Ziel richtungen der Telemedizin trans parenter und einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Die Jury hatte deshalb vorgeschlagen, das Preis geld zu splitten. Das Projekt TeleView erhält den ersten Preis, weil es einen stärker gemeinnützigen Charakter hat und eine aktuell dringliche Problematik in Deutschland bearbeitet. Es belegt außerdem be eindruckend, dass Telemedizin ermöglicht, auf aktuelle große Probleme in der Gesundheitsversorgung zügig, flexibel und erfolgreich zu rea gieren.
,TeleView - Telemedizinische Versorgung von Flüchtlingen‘ des Zentrums für Telemedizin Bad Kissingen und das Brunei- Projekt ‚Teleneurologie - Tele-Reha - Telewissenschaft über 12.000 km: möglich - persönlich - qualitätssichernd‘ des Nordwest-Krankenhauses Frankfurt am Main zeichnen Professionalität und Qualität aus. Das Brunei-Projekt ist ein Beispiel dafür, dass Telemedizin - ebenso wie das Smartphone – keine Grenzen kennt (und auch kennen sollte): Ein wichtiger Aspekt von Telemedizin ist, dass sie maßgeblich zur Internationalisierung der Gesundheitsversorgung beitragen wird - Verbesserung des Zugangs zu ärztlichen Leistungen sowie Verbesserung der Qualität medi zinischer Versorgung. Darüber hinaus beweistes, dass medizinisch gut versorgte Länder wie die Bundesrepublik Deutschland mithilfe von Telemedizin und modernen Technologien die Gesundheitsver sorgung in schlechter versorgten Ländern maßgeblich ver bessern können.

Neue Veranstaltung: 1. Deutscher Teleneurologie Kongress in Erfurt

Das Thema Schlaganfall genießt in der Neurologie aufgrund der hohen Prävalenzrate und der schwerwiegenden Folgeschäden besondere Aufmerksamkeit. Demnach befasst sich auch die Teleneurologie intensiv mit diesem Krankheitsbild und versucht, mit Erkenntnissen über den Einsatz moderner Technologien einen Teil zum medizinischen Fortschritt auf dem Gebiet der Neurologie beizutragen. Seit fast fünf Jahren existiert in Thüringen das Schlaganfall-Telemedizin-Netzwerk ,Satelit‘. Es konnte in dieser Zeit zeigen, dass telemedi zi nische Entwicklungen und Anwendung helfen können, mittels com puter gestützter Kommunikations- und Netzwerktechnologien zur Verbes serung der Versorgungsqualität bei neurologischen Erkrankungen bei zutragen. Da es neben der akuten Schlaganfallbehandlung auch eine Vielzahl weiterer telemedizinischer Anwendungsszenarien in der Neurologie gibt, will die DGTelemed in Kooperation mit der Hans-Berger-Klinik für Neurologie am Universitäts klinikum Jena mit dem 1. Deutschen Tele neuro logie Kongress die gesundheitspolitische und gesellschaftspolitische Bedeutung der Telemedizin in der Neurologie unterstreichen. Der Kongress, der am 23. und 24. Juni 2017 im Congress Centrum der Messe Erfurt stattfindet, wendet sich an Klinik vertreter, Ärzte, Pflege mitarbeiter, Therapeuten und Kostenträger sowie Unternehmen, die sich für aktuelle medizinische Entwicklungen im Bereich der Neurologie, Rehabilitation und Nachsorge interessieren. Im Fokus wird Telemedizin in der Schlaganfallversorgung als wichtigstes Anwendungsfeld stehen. Aber auch andere neuro logische Einsatz gebiete wie Schwindel, Morbus Parkinson oder Epilepsie werden beleuchtet. Darüber hinaus werden telemedizinische Produkte und neueste Entwicklungen in einer begleitenden Industrieausstellung präsentiert. Information und Anmeldung unter www.dgtelemed.de.