So lassen sich die vielfältigen Möglichkeiten der Telemedizin praktisch realisieren.

Mit dem „Hospital of the Future” präsentierte die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e. V. (DGTelemed) bei der diesjährigen MEDICA (13.-16. November 2023) einen einzigartigen Showroom mit einer Vielzahl praktischer Use Cases für das digital vernetzte Krankenhaus. Unterstützt durch den Deutschen Krankenhaustag warb das speziell für die MEDICA neu entwickelte Format für den Einsatz von Telemedizin und digitaler Vernetzung. Diverse Industriepartner stellten ihre Produkte im Kontext einer Behandlung vor. Geführte Rundgänge demonstrierten die Potenziale der Digitalisierung für Versorger:innen und Patient:innen. Neben NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Staatssekretär Matthias Heidmeier aus dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen überzeugte sich u. a. Prof. Dr. Henriette Neumeyer, stv. Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, von den Mehrwerten der Digitalisierung für die Versorgung. Mit Unterstützung der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care der Uniklinik RWTH Aachen sowie der ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH organisierten die DGTelemed und die Messe Düsseldorf einen erfolgreichen Auftakt.

„Mit dem ‚Hospital of the Future‘ haben wir eine einzigartige Vernetzung zwischen Versorgern, Produktherstellern und Wissenschaft geschaffen. Anhand unterschiedlicher praktischer Beispiele aus der Versorgung haben wir Digitalisierung erlebbar gemacht“, erklärte Univ.-Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA, Vorstandsvorsitzender der DGTelemed und Direktor der Klinik für operative Intensivmedizin und Intermediate Care an der Uniklinik RWTH Aachen. „Telemedizin hat unmittelbare Mehrwerte. Wir können Versorgungslücken schließen. Wir können ergänzende Expertise und Spezialisierung hinzuholen und auch dauerhaft eine ortsnahe Versorgung gewährleisten.“

Digitales Patienten-Onboarding, institutionsübergreifende Kommunikation und Dokumentation über die elektronische Fallakte, Telemonitoring, KI-unterstützter Bilddatenaustausch und Hightech-Intensivmedizin. In zwei Räumen konnten die Besucher:innen beim „Hospital of the Future“ erleben, wie telemedizinische Vernetzung und digitale Kommunikation den Versorgungsalltag schon heute bereichern. „Um all diese Mehrwerte zu demonstrieren, war das Konzept des ‚Hospital of the Future‘ für uns ideal“, freute sich Günter van Aalst, stellvertretender DGTelemed-Vorstandsvorsitzender und ZTG-Aufsichtsratsvorsitzender. Er hatte das Hospital of the Future maßgeblich initiiert. „Wir konnten das Potenzial der Telemedizin und Digitalisierung vollumfänglich präsentieren. Die einzelnen Produktinformationen standen nicht für sich alleine, sondern wurden in den Gesamtkontext einer Behandlung und eines Versorgungsangebots gesetzt – auf der Messe relativ einmalig.“

KI-unterstützte Hightech-Intensivmedizin

Die Intensivmedizin profitiert schon heute von den Möglichkeiten der Telemedizin. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst informierte sich bei seinem Besuch über den aktuellen Stand und zukünftige Entwicklungen. Personalisierte, datengestützte Hightech-Behandlung soll künftig den Weg von einer reaktiven Behandlung hin zu einer proaktiven Versorgung der Patient:innen bahnen. Wüst schaute sich das intelligente Assistenz- und Telemedizinsystem „Mona“ der Firma Clinomic an, das eine interdisziplinäre und standortunabhängige Zusammenarbeit in der Intensiv- und Akutmedizin ermöglicht.

„Binnen kurzer Zeit ist es uns gelungen, einen repräsentativen und hoch innovativen Stand zu konzipieren. Das Interesse war groß. Diese Anlaufstelle auf der weltgrößten Medizinmesse kommt also genau zur richtigen Zeit“, so ZTG-Geschäftsführer Rainer Beckers. „Das Krankenhaus der Zukunft ist umfassend digital und nahtlos vernetzt mit allen Akteuren des Gesundheitswesens. Also nicht isoliert, sondern ein stärker spezialisiertes Gesundheitszentrum. Insbesondere NRW ist dabei gut aufgestellt.“

Die DGTelemed möchte das „Hospital of the Future“ auch im kommenden Jahr auf der MEDICA präsentieren. Angedacht sind Themen wie die Vernetzung von stationärer und ambulanter Versorgung, Langzeitdatenerhebungen und Patientensouveränität, Abstimmung technischer Standards in Forschungsnetzwerken sowie der Aufbau eines länderübergreifenden Netzwerks für digitale Gesundheit. Im Laufe des Jahres wird das Programm konkretisiert. Bleiben Sie auf dem Laufenden auf der Veranstaltungsseite „Hospital of the Future„.

Folgende Industriepartner zeigten sich um Rahmen des Hospital of the Future 2023 mit Ihren Usecases: 

 

Bild: @DGTelemed